Abenteuer Lappland

Im Winter durch Lappland

Lappland im Winter ist ein Märchen aus Schnee und Eis. Hier erlebt man einen echten Winter mit viel Schnee, kalten Tagen und eisigen Nächten. Wir sind im Süden Schwedens gestartet und haben uns kreuz und quer durchs Land bis in den Hohen Norden Lapplands gearbeitet. Wir haben Landschaften entdeckt, die wir so noch nie gesehen haben. Eine unendliche weiße Weite, Tannen, die sich unter der Last des Schnees biegen, Birken, die dick mit Eis überzogen und gefroren sind. Wir haben Rentiere und Elche beobachtet, die auf der Suche nach Futter durch die Wälder streifen. Wir haben in Lappland Europas letzte Wildnis entdeckt. Rau, bitterkalt und wunderschön. Vor allem so einzigartig, dass wir bedauern, nicht schon früher auf die Idee gekommen zu sein, im Winter mit dem Wohnmobil nach Lappland zu fahren. Hier fassen wir wir unsere gesammelten Erfahrungen und Tipps  rund um eine Winterreise durch Lappland zusammen.

Schweden von Süd nach Nord

Wir haben für unser Reise nach Lappland keine feste Route geplant, sondern nur ein paar grobe Ideen und Wunschziele im Kopf gehabt. Der Rest hat sich ziemlich spontan unterwegs ergeben - je nach Wetterlage und Schnee. Für diese spontane Art des Reisens ist Schweden und Lappland mit seinen vielen Rastplätzen und dem Jedermannsrecht ziemlich ideal. Anfang Februar sind wir in St. Johann gestartet. Von Rostock ging es mit der Fähre nach Malmö. Unser erster Stopp war Stockholm. Schwedens Hauptstadt liegt majestätisch am Bottnischen Meer und nimmt uns mit seinem Charme und Flair sofort gefangen. Die schwedische Hauptstadt umfasst 14 Inseln eines großen Archipels, die durch mehr als 50 Brücken verbunden sind. Bei Schneetreiben, -15 Grad und eiskaltem Wind herrscht geruhsames Treiben in der Stadt. Dicke Stiefel, lange Mäntel mit riesigen Kapuzen und warme Handschuhe gehören hier ins Stadtbild. Und auch wir kommen aus den dicken Sachen nicht mehr raus. Immerhin liegt Stockholm 550 Kilometer nördlicher als Moskau.

Mit dem Womo unterwegs

Die Straßen sind gut geräumt, zumindest bis Stockholm. Auf den Nebenstraßen und weiter im Norden liegt Schnee und dort wo kein Schnee liegt, blankes Eis. Eis, wellig wie eine Wellblechpiste, durchsetzt mit Schlaglöchern, das ganze garniert mit Split. Aber Stefan macht seine Sache fabelhaft und wir fliegen mit 50 Sachen über die Eispisten. Beim Aussteigen sind wir mal erstaunt, wie griffig das Eis ist, mal erschrecken wir, weil es uns fast die Beine weghaut.